Die Fußball EM 2008 in der Schweiz und Österreich

Im Jahr 2008 waren Österreich und die Schweiz zum ersten Mal in ihrer Geschichte Gastgeber einer Fußballeuropameisterschaft. Die Endrunde der 13. Fußballeuropameisterschaft fand im Zeitraum vom 7. bis 29. Juni 2008 statt. An dieser EM haben 16 unterschiedliche Nationalmannschaften teilgenommen, die in 31 Spielen ihr Fußballkönnen unter Beweis stellen mussten. Die 16 teilnehmenden Mannschaften mussten während des dreiwöchigen Turniers zuerst in einer Gruppen-Phase und danach im K.O.-System gegeneinander antreten. Die 31 Spiele der Fußballeuropameisterschaft wurden in acht unterschiedlichen Stadien bzw. Städten abgehalten, die alle bis zum letzten Platz ausverkauft waren; rund 1,14 Millionen Besucher haben die Spiele live in den Stadien mitverfolgt.

Die Spiele der EM 2008 wurden in 8 verschiedenen Städten abgehalten; jeweils 4 Austragungsorte in Österreich und 4 in der Schweiz. Der größte Austragungsort beider Länder war mit 51.428 Sitzplätzen das Wiener Ernst-Happel-Stadion. Neben dem Final-Spiel wurden hier auch noch sieben Spiele der Gruppen- bzw. der K.O-Phase ausgetragen, was das Ernst-Happel-Stadion zum Hauptaustragungsort der EM 2008 macht. Im Tivoli-Neu-Stadion, das in Innsbruck angesiedelt ist, fanden insgesamt drei Spiele der Gruppe D statt. Das ehemalige Wörthersee-Stadion, das heute unter dem Namen Hypo Group Arena bekannt ist und in Klagenfurt angesiedelt ist, war die Austragungsstätte von drei Spielen der Gruppe B. Mozarts Geburtsstadt Salzburg war Gastgeber von drei Spielen der Gruppe D, die in dem EM-Stadion Wals-Siezenheim abgehalten wurden. Der Hauptaustragungsort der EM 2008 in der Schweiz war das Stadion St. Jakob-Park in Basel, das zugleich mit 38.500 Plätzen als das größte Stadion der Schweiz gilt. In dem Stadion Stade de Suisse Wankdorf, das in Bern angesiedelt ist und das das alte Wankdorfstadion ersetzt hat, wurden drei spiele der Gruppe C abgehalten. Das Stade de Suisse gilt mit einer Kapazität von rund 30.777 Plätzen als das zweitgrößte Stadion der Schweiz. Im französischsprachigen Teil der Schweiz in Lancy bei Genf fanden in dem Stadion Stade de Genève insgesamt drei Spiele der Gruppe A statt; während das Züricher Letzigrund-Stadion Austragungsort von drei Spielen der Gruppe C war.

An der Endrunde der EM 2008 nahmen insgesamt 16 Nationalmannschaften teil. Die 16 teilnehmenden Mannschaften wurden in 4 Vorrunden-Gruppen mit je 4 Mannschaften eingeteilt, aus denen sich jeweils die besten zwei Mannschaften für das Viertelfinale qualifizierten. Die Spiele der Gruppen-Phase wurden in dem Zeitraum zwischen dem 7. und 18. Juni ausgetragen und wurden im Durchschnitt von mehr als 150 Millionen Fernsehzuschauern weltweit verfolgt. Ab dem Viertelfinale wurden die Spiele im K.O-System ausgetragen. Die Viertelfinal-Spiele fanden im Zeitraum vom 19. Juni bis zum 22. Juni statt; die beiden Halbfinalspiele wurden am 25. und 26. Juni abgehalten. Das Finalspiel der EM 2008 wurde am 29. Juni in Wien im Ernst-Happel-Stadion abgehalten und wurde in Deutschland von rund 25 Millionen Menschen live im Fernsehen verfolgt.

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich auf der EM 2008 von ihrer besten Seite gezeigt und hat Fans als auch Kritiker durch einen modernen und attraktiven Fußball überzeugt. Die Gruppen-Phase hat Deutschland als als Tabellenzweiter hinter Kroatien beendet. Im spektakulären Viertelfinalspiel gegen Portugal hat Deutschland die Portugiesen mit 3 : 2 besiegt und im Halbfinalspiel war die deutsche Nationalmannschaft der Türkischen mit 3 : 2 überlegen. Das Turnier hat das spanische Nationalteam gewonnen, nachdem Sie die deutsche Nationalmannschaft im Finale mit 1 : 0 besiegt hatten. Das österreichische Nationalteam musste die EM als Gruppendritter vorzeitig in der Vorrunde beenden; die schweizer Nationalmannschaft wurde Gruppenvierter und musste auch schon vorzeitig in der Vorrunde ausscheiden.